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Die Spree bei Kossenblatt im Spätsommer: Weiden und Bäume säumen den ruhigen Fluss

Rechte für die Spree

Die Spree trägt Berlin, den Spreewald und die Lausitz: Trinkwasser, Lebensraum, Kultur und Erholung. Jetzt braucht sie selbst Schutz, mit eigenen Rechten und einer starken Stimme in Sachsen, Brandenburg und Berlin.

Foto: Saalebaer, CC0

Die Spree ist in Gefahr

Altlasten aus dem Braunkohleabbau, Einleitungen aus Industrie und Landwirtschaft und die Klimakrise setzen dem Fluss zu. Hitze, Dürre und Wassermangel nehmen zu. Obwohl die EU-Wasserrahmenrichtlinie seit dem Jahr 2000 gilt, geht es der Spree schlecht: Schadstoffe überschreiten oft die Grenzwerte, viele Arten sind verschwunden.

Das Umweltrecht begrenzt Schäden meist erst im Nachhinein. Wir wollen, dass die Spree eigene Rechte bekommt und eine Stimme, wenn über sie entschieden wird.

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Das nächste Ziel der Petition. Stand: 3. November 2026, laut WeAct

Für Sachsen, Brandenburg und Berlin

Petition unterschreiben

Was wir fordern

Petition an die Landesregierungen von Berlin, Brandenburg und Sachsen

  1. Gemeinsam handeln

    Die drei Länder starten zusammen einen verbindlichen Prozess, um die Eigenrechte der Spree gesetzlich anzuerkennen.

  2. Ein Gesetz für den Fluss

    Ein Staatsvertrag oder abgestimmte Landesgesetze geben der Spree eigene Rechte und sichern ihr eine unabhängige Vertretung.

  3. Eine Stimme für die Spree

    Demokratisch legitimierte Gremien aus Bürger*innen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vertreten den Fluss und schützen seine ökologische Unversehrtheit.

Als Nächstes wollen wir ein Parlament der Spree aufbauen, mit den Menschen und Initiativen entlang des ganzen Flusses.

Ein Fluss, drei Länder

Die Spree entspringt in Sachsen, fließt durch die Lausitz und den Spreewald in Brandenburg und mündet in Berlin in die Havel. Über ihre Zukunft können die drei Länder nur gemeinsam entscheiden.

  1. Sachsen: die Quelle

    In der Oberlausitz entspringt die Spree, zum Beispiel am Spreeborn in Ebersbach.

  2. Brandenburg: der Spreewald

    Im Spreewald verzweigt sich der Fluss in ein Netz aus Fließen. Arbeitsplätze und kulturelle Traditionen hängen hier an der Spree.

  3. Berlin: die Stadt am Fluss

    Die Spree versorgt Millionen Menschen, auch mit Trinkwasser. Für Berlin ist sie Lebensader, Verkehrsweg und Ort zum Durchatmen.

Ein Gesetz für die Spree

Ein Team aus Umweltjurist*innen, Verwaltungsrechtler*innen und Professor*innen hat das Spree-Rechte-Gesetz (SpRG) entworfen. Es kann auf Landesebene beschlossen werden und passt zur EU-Wasserrahmenrichtlinie.

  • Eigene Rechte

    Die Spree wird eine Rechtsperson, mit Rechten auf Existenz, Regeneration und Vertretung vor Gericht.

  • Hüter*innen

    Bevollmächtigte Menschen sprechen für den Fluss und vertreten ihn.

  • Mitreden

    Ein Beteiligungsgremium prüft die Pläne, nach denen die Spree bewirtschaftet wird.

  • Klagerecht

    Wird der Fluss erheblich geschädigt, kann für ihn geklagt werden.

Den Gesetzentwurf lesen (PDF) ↗

Wer dahinter steht

Die Initiative haben Symbiotic Lab und Green Legal Impact gestartet. Umgesetzt wird sie mit dem Humboldt Lab und dem Yera Hub, unterstützt vom Netzwerk Rechte der Natur. Rechte der Natur e.V. ist Partner der Petition.

Was bisher geschah

  1. Gesetzentwurf und Petition

    Die Initiative stellt den Entwurf des Spree-Rechte-Gesetzes vor und startet die Petition, mit der Ausstellung „Die Spree klagt“ im Humboldt Lab.

    Bericht in der LTO
  2. 5.000 Unterschriften

    Nach gut zwei Wochen.

  3. Eine paddelnde Versammlung

    Fünf Tage im Boot, rund 110 Kilometer von Cottbus durch den Spreewald nach Berlin. An jedem Abend Gespräche mit den Menschen am Ufer.

    Deutschlandfunk war dabei
  4. Die Spree vor Gericht?

    Bei der Heinrich-Böll-Stiftung in Potsdam spricht die Initiative darüber, was Eigenrechte der Spree für Brandenburg bedeuten.

    Ein Eisvogel taucht mit gespreizten Flügeln aus dem Wasser auf
    Foto: WeAct
    Zur Veranstaltung
  5. Ein neuer Petitionstext

    Die Spree fließt durch drei Länder, also sollen Berlin, Brandenburg und Sachsen gemeinsam handeln. Dazu kommt der Plan für ein Parlament der Spree.

    Zur Petition
  6. 10.000 Unterschriften

    Einen Tag nach dem neuen Text.

  7. Schwimmen für die Spree

    Die Initiative schwimmt bei der Demo von Flussbad Berlin im Spreekanal mit und gibt dem Fluss kurz vor der Wahl eine Stimme.

    Schwimmer*innen in Badesachen jubeln am Spreekanal, hinter ihnen Berliner Dom und Humboldt Forum. Das Foto ist von der Demo ein Jahr zuvor
    Foto: WeAct
    Zur Veranstaltung
  8. Confluence in Berlin

    Vier Tage lang kommen Initiativen für Flüsse, Seen und Meere aus ganz Europa an die Spree. Rechte der Spree ist lokale Partnerin.

    Das Plakat der Confluence of European Water Bodies, „hosted by the Spree“
    Foto: WeAct
    Zum Programm
  9. Start der Europäischen Bürgerinitiative

    Die Spree feiert an der Oberbaumbrücke mit, als die Bürgerinitiative für die Rechte der Natur in ganz Europa startet.

    Zur Bürgerinitiative

In den Medien

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So machst du mit

  • Unterschreib die Petition

    Auf WeAct von Campact. Teil sie danach mit Freund*innen und Familie.

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  • Komm in die Lokalgruppe

    Setz dich vor Ort für die Spree ein. Die Lokalgruppe organisiert sich über Signal.

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  • Denk europäisch

    Die Spree ist nicht allein. Unterschreib auch für die Rechte der Natur in ganz Europa.

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