Die Spree trägt Berlin, den Spreewald und die Lausitz: Trinkwasser, Lebensraum, Kultur und Erholung. Jetzt braucht sie selbst Schutz, mit eigenen Rechten und einer starken Stimme in Sachsen, Brandenburg und Berlin.
Altlasten aus dem Braunkohleabbau, Einleitungen aus Industrie und Landwirtschaft und die Klimakrise setzen dem Fluss zu. Hitze, Dürre und Wassermangel nehmen zu. Obwohl die EU-Wasserrahmenrichtlinie seit dem Jahr 2000 gilt, geht es der Spree schlecht: Schadstoffe überschreiten oft die Grenzwerte, viele Arten sind verschwunden.
Das Umweltrecht begrenzt Schäden meist erst im Nachhinein. Wir wollen, dass die Spree eigene Rechte bekommt und eine Stimme, wenn über sie entschieden wird.
19.969von 20.000 Unterschriften
Das nächste Ziel der Petition. Stand: 3. November 2026, laut WeAct
Die drei Länder starten zusammen einen verbindlichen Prozess, um die Eigenrechte der Spree gesetzlich anzuerkennen.
Ein Gesetz für den Fluss
Ein Staatsvertrag oder abgestimmte Landesgesetze geben der Spree eigene Rechte und sichern ihr eine unabhängige Vertretung.
Eine Stimme für die Spree
Demokratisch legitimierte Gremien aus Bürger*innen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft vertreten den Fluss und schützen seine ökologische Unversehrtheit.
Als Nächstes wollen wir ein Parlament der Spree aufbauen, mit den Menschen und Initiativen entlang des ganzen Flusses.
Ein Fluss, drei Länder
Die Spree entspringt in Sachsen, fließt durch die Lausitz und den Spreewald in Brandenburg und mündet in Berlin in die Havel. Über ihre Zukunft können die drei Länder nur gemeinsam entscheiden.
Die Spree versorgt Millionen Menschen, auch mit Trinkwasser. Für Berlin ist sie Lebensader, Verkehrsweg und Ort zum Durchatmen.
Ein Gesetz für die Spree
Ein Team aus Umweltjurist*innen, Verwaltungsrechtler*innen und Professor*innen hat das Spree-Rechte-Gesetz (SpRG) entworfen. Es kann auf Landesebene beschlossen werden und passt zur EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Eigene Rechte
Die Spree wird eine Rechtsperson, mit Rechten auf Existenz, Regeneration und Vertretung vor Gericht.
Hüter*innen
Bevollmächtigte Menschen sprechen für den Fluss und vertreten ihn.
Mitreden
Ein Beteiligungsgremium prüft die Pläne, nach denen die Spree bewirtschaftet wird.
Klagerecht
Wird der Fluss erheblich geschädigt, kann für ihn geklagt werden.
Die Initiative haben Symbiotic Lab und Green Legal Impact gestartet. Umgesetzt wird sie mit dem Humboldt Lab und dem Yera Hub, unterstützt vom Netzwerk Rechte der Natur. Rechte der Natur e.V. ist Partner der Petition.